Drechselkurse bei Hölzerne Kreativitäten

Selber Späne tanzen lassen? Das eigene Kunstwerk erschaffen? Oder unvergessliche Momente an Deine Liebsten verschenken? 

 

Die Kurse erfolgen in 1:1-Betreuung um individuelle auf Dein Tempo und Deine Wünsche einzugehen. Dein Kunstwerk nimmst Du selbstverständlich mit nach Hause. Individuelle Kursinhalt sind verhandelbar. 

 

Kurs 1: Schalen herstellen     
Kurs 2: Kugelschreiber fertigen 

 

Jeweils 7Std / 230€  
(Bei Buchung beider Kurse 450€) 

Veranstaltungsort: 
Plauener Straße 163-165 / 13053 Berlin (Hohenschönhausen) 

 

Melde Dich gerne per Mail, um einen Termin zu vereinbaren. 

[email protected]      

Danke 2025

Danke vorallem an Dich! 💚

Hölzerne Kreativitäten ist ein Jahr weiter mehr als „nur ein Job“ für mich geworden. Nach wie vor fasziniert mich das rotierende Holz. Die schneidende Formgebung, die glänzenden Oberflächen, die Verwandlung des rohen Baumstamms in einzigartige Unikate für die Ewigkeit. 🏆

Und natürlich schlussendlich Deine lächelnde Freude, wenn Du meine Objekte in den Händen hältst. 😍

..als Kunde auf dem Markt und im Webshop 💸
..als follower mit erhobenem Daumen 👍
..als Freund zu Besuch ✌️
..als indirekter Teil von hölzerne Kreativitäten 🪵

Nur mit Dir ist das alles möglich. Danke dafür 🙏

Guten Rutsch, grüß’ die anderen und bis nächstes Jahr! 🎶🍾🎉🍀

Profession

Als gelernter Tischler und Hobbydrechsler kam ich im September 2012 nach Hildesheim um meinen staatl.-gepr. Holztechniker zu erwerben. Dort war auch das Drechseln Thema und ich konnte meine Fähigkeiten weiter verfeinern und auf ein professionelles Level heben.
Mit bestandener Meisterprüfung im Jahre 2014 beschloss ich, das Drechseln weiter auszubauen. Ich kaufte meine erste hochwertige Drechselbank und gründete "Hölzerne Kreativitäten" im Nebenerwerb.
Einige Jahre später habe ich Lehrgänge besucht, an Stammtischen teilgenommen (und bin derzeit Veranstalter des Stammtisches "mittlerer Osten/Berlin), Werke verkauft, Vorführungen gedrechselt, Kurse gegeben, mit Kollegen gequatscht, Sachen abgeguckt, Dinge weiterentwickelt, aus Fehlern gelernt, Drechselbänke ge- und verkauft, Bäume zersägt, Späne entsorgt.
..und bin lange noch nicht fertig.

 Warum ich Lackgegner bin - und Du es werden solltest.

 
 Lacke bestehen aus organischen Lösemitteln (Glykolether, Alkohole) und gelösten Kunststoffen (z.B. Polyurethan). Zusätzlich werden je nach Anwendungsbereich weitere Zutaten hinzugemischt (Thixotropiemittel, UV-Blocker, Silbernitrate, Weichmacher…). Klingt nicht nur ungesund, ist es auch. 
 
 Auch eine „fertige“, ausgetrocknete Lackfläche gibt weiterhin Schadstoffe an den Endkonsumenten ab. 
 
 Und das ist nur Punkt 1.
 
 Der zweite Faktor: Lackflächen gelten als widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit und mechanischem Abrieb. Je nach Lackart stimmt das. Aber: Sollte es zu Beschädigungen kommen (und das wird es früher oder später) sind diese im Grunde irreparabel. Eine Lackfläche kann nicht punktuell ausgebessert werden, sondern nur im Ganzen erneuert werden. 
 
Kommen wir zu Punkt 3: Eine Lackierung wirkt wie eine Plastiktüte, die wir um unser Holz ziehen. Sie ist wasserdicht und schützt. Gleichzeitig verhindert sie, dass das Holz hygroskopisch wirken kann. Die beliebte Verbesserung des Raumklimas ist damit dahin. Kommt es nun zu einem Durchbruch in der Fläche (durch Schraubenlöcher, Macken..) dringt Luftfeuchtigkeit ans Holz. Senkt sich nun die Luftfeuchte im Raum wieder ab, gibt das Holz die Feuchtigkeit wieder ab. Da unser Holz in einer Plastiktüte steckt, sammelt sich das Kondensat unterhalb der Lackfläche, der Lack blättert ab. Die Fläche ist beschädigt und es beginnt ein Teufelskreis. 
 
 Kurzum: Lack auf Holz ist blöd.
 
 Stellt sich natürlich die Frage: Lieber Ole, schön, dass Du alles schlecht machst, wie wär’s mit einer konstruktiven Lösung?“
 
Aber gern: Ich muss zugeben, dass die Lösung nicht meine Idee ist und bereits seit Jahrhunderten praktiziert wird. Öle und Wachse!
 
 Oxidativ aushärtende Öle (Walnussöl, Leinöl, Orangenöl) härten bei Kontakt mit Sauerstoff chemisch aus und werden somit nicht ranzig. Sie dringen tief ins Holz ein und schützen somit die Holzstruktur vor eindringendem Wasser. Wachs (Bienenwachs, Canaubawachs..) legt sich auf die Oberfläche und bildet Schutz vor mechanischem Abrieb und sorgt für Glanz. Traditionell sind dies zwei unabhängige Arbeitsgänge. Erst Ölen bis das Holz gesättigt ist, nach dem Trocknen wachsen. Wir bewegen uns im biologischen, schadstofffreien Terrain. Der moderne Markt bietet Hartwachsöle, die beide Gänge in einem erledigen. An diesem Punkt können meine Kritiker einhaken, mal schauen, obs passiert. 
 
 Beschädigte geölte Flächen können punktuell angeschliffen und nachgelöst werden, da sich das neue Öl mit dem alten Öl verbinden kann. Öl/Wachs ist diffusionsoffen, sodass unser Holz weiter atmen kann und das Wohnklima positiv beeinflusst.
 
 Natürlich sind beide Themen im Detail komplexer als meine didaktische Reduktion. Auf konstruktive Diskussionen lasse ich mich gerne ein. 

Lasergravieren

Natürlich ist es möglich, Produkte zu gravieren. Mit computergesteuertem Lasergravierautomaten sind verschiedene Schriftarten oder sogar Symbole zuverlässig umsetzbar.

Eine Widmung oder ein Namenszug rundet das Produkt final ab und hebt die Einzigartigkeit hervor.

Um Deine Gravierwünsche auf Machbarkeit zu prüfen, schreib mir eine kurze Nachricht.

Pauschal sind die Gravuren schwarz, daher wirken sie auf helleren Hölzern deutlich, während sie auf dunkleren Grund aufgrund des fehlenden Kontraste unauffälliger erscheinen. 

Werkstatt

Neben einer voll ausgestatteten Tischlerei betreibe ich meinen Lieblingsort, die Drechselecke. 

Auf ca 25qm stehen drei Bänke unterschiedlichster Größe und jede Menge Spannvorrichtungen, Material,  Werk- und Halbzeuge.

Hier fliegen die Späne, wenn das Holz seine Runden dreht.

Oberflächenbehandlung

Für die Oberflächenbehandlung setze ich auf schadstofffreie Öle und Wachse. Schlüsselwort hierbei ist die DIN-EN 71-3, eine Norm, die europaweit die Zulassung für Kinderspielzeug regelt. Das bedeutet, sie sind in höchsten Maße frei von Schadstoffen. Ich verwende ausschließlich Öle und Wachse, die dieser Norm entsprechen.

Bei einigen Produkten führt kein Weg an Chemie vorbei, vorallem bei Epoxydharz. Hier versuche ich durch cleveren Formenbau und bedachtes Vorgehen nicht mehr Schadstoffe zu verwenden als notwendig. 

 


 
 

Reinigung und Pflege meiner Produkte

Reinigen könnt ihr die Produkte am besten mit einem feuchten Lappen, bei Bedarf könnt ihr auch Spülmittel verwenden. Von der Spülmaschine und Chemiekeulen solltet ihr jedoch (wie bei allen Holzprodukten) die Finger lassen. 

Holz sollte generell nicht in warmer Zugluft gelagert werden (z.B. auf der Heizung). Dies führt zu Verzug und/oder Rissbildung.

 


Holzbeschaffung

Meine Holzbeschaffung findet im Umland statt. Bis auf wenige Ausnahmen verwende ich einheimische Hölzer, die in unmittelbarer Nähe (Berlin/Brandenburg) gewachsen sind. Somit kenne ich (fast) jeden ehemaligen Standort der Bäume, die ich oft selbst "geerntet" habe.

Tropenhölzer verwende ich nur, wenn sie bei befreundeten Tischlereien als Abschnitte in der Brennholzkiste landen. Bevor sie in Flammen aufgehen, rette ich sie gerne, aber ansonsten sehe ich bei der Vielzahl einheimischer schöner Hölzer keinen Bedarf Holz zu importieren. Besonders weil die Produktionsbedingungen trotz aller Siegel (FSC) "fragwürdig und undurchschaubar" sind.

 



Verpackung

Ein elendiges Thema ist die Verpackung. Ich bin oft selbst verärgert, wenn ich Kleinigkeiten bestelle und ein riesiges Paket voller Plastikmüll (Luftpolsterfolie und co) erhalte. Die Pakete, die ich versende sehen oft genauso aus. Eine sichere Verpackung ist notwendig, damit das Produkt unbeschadet bei euch landet. Jedoch verwende ich lediglich das, was bei uns in der Tischlerei so landet. Ich hatte auch schon Engpässe, wo ich z.b. Hobelspäne als Polster nutzte, jedoch fällt in der Regel bei uns mehr an, als ich wieder loswerde. Plastik bleibt Plastik, aber was im Umlauf ist, sollte man weiter nutzen.

 

Allgemeines zum Thema Holz

Je nach umgebendem Klima nimmt Holz Feuchtigkeit aus der Luft auf, bzw gibt sie ab. Dabei verändert sich Form und Volumen des Holzes. Diesen Umstand nennt der Laie "arbeiten", der Profi Hygroskopie. Daher ergeben sich Spannungen innerhalb getrockneter Hölzer. 
Kleinere Risse und Farbveränderungen im Laufe der Zeit sind spezifisch für den natürlichen Werkstoff Holz und kein Qualitätsmangel.

 

Fragen, Fragen, Fragen..

Solltest Du Fragen haben, die bislang unbeantwortet blieben, scheue nicht mich zu kontaktieren.

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