Profession

Als gelernter Tischler und Hobbydrechsler kam ich im September 2012 nach Hildesheim um meinen staatl.-gepr. Holztechniker zu erwerben. Dort war auch das Drechseln Thema und ich konnte meine Fähigkeiten weiter verfeinern und auf ein professionelles Level heben.

Mit bestandener Meisterprüfung im Jahre 2014 beschloss ich, das Drechseln weiter auszubauen. Ich kaufte meine erste hochwertige Drechselbank und gründete "Hölzerne Kreativitäten" im Nebenerwerb.

Einige Jahre später habe ich Lehrgänge besucht, an Stammtischen teilgenommen, Werke verkauft, Vorführungen gedrechselt, Kurse gegeben, mit Kollegen gequatscht, Sachen abgeguckt, Dinge weiterentwickelt, aus Fehlern gelernt, Drechselbänke ge- und verkauft, Bäume zersägt, Späne entsorgt.

..und bin lange noch nicht fertig.

Werkstatt

Neben einer voll ausgestatteten Tischlerei betreibe ich meinen Lieblingsort, die Drechselecke. 

Auf ca 25qm stehen drei Bänke unterschiedlichster Größe und jede Menge Spannvorrichtungen, Material,  Werk- und Halbzeuge.

Hier fliegen sie Späne, wenn das Holz seine Runden dreht.

Oberflächenbehandlung

Für die Oberflächenbehandlung setze ich auf schadstofffreie Öle und Wachse. Schlüsselwort hierbei ist die DIN-EN 71-3, eine Norm, die europaweit die Zulassung für Kinderspielzeug regelt. Das bedeutet, sie sind in höchsten Maße frei von Schadstoffen. Ich verwende ausschließlich Öle und Wachse, die dieser Norm entsprechen.

Bei einigen Produkten führt kein Weg an Chemie vorbei, vorallem bei Epoxydharz. Hier versuche ich durch cleveren Formenbau und bedachtes Vorgehen nicht mehr Schadstoffe zu verwenden als notwendig. 

 


 
 

Reinigung und Pflege meiner Produkte

Reinigen könnt ihr die Produkte am besten mit einem feuchten Lappen, bei Bedarf könnt ihr auch Spülmittel verwenden. Von der Spülmaschine und Chemiekeulen solltet ihr jedoch (wie bei allen Holzprodukten) die Finger lassen. 

Holz sollte generell nicht in warmer Zugluft gelagert werden (z.B. auf der Heizung). Dies führt zu Verzug und/oder Rissbildung.

 


Holzbeschaffung

Meine Holzbeschaffung findet im Umland statt. Bis auf wenige Ausnahmen verwende ich einheimische Hölzer, die in unmittelbarer Nähe (Berlin/Brandenburg) gewachsen sind. Somit kenne ich (fast) jeden ehemaligen Standort der Bäume, die ich oft selbst "geerntet" habe.

Tropenhölzer verwende ich nur, wenn sie bei befreundeten Tischlereien als Abschnitte in der Brennholzkiste landen. Bevor sie in Flammen aufgehen, rette ich sie gerne, aber ansonsten sehe ich bei der Vielzahl einheimischer schöner Hölzer keinen Bedarf Holz zu importieren. Besonders weil die Produktionsbedingungen "fragwürdig und undurchschaubar" sind.

 



Verpackung

Ein elendiges Thema ist die Verpackung. Ich bin oft selbst verärgert, wenn ich Kleinigkeiten bestelle und ein riesiges Paket voller Plastikmüll (Luftpolsterfolie und co) erhalte. Die Pakete, die ich versende sehen oft genauso aus. Eine sichere Verpackung ist notwendig, damit das Produkt unbeschadet bei euch landet. Jedoch verwende ich lediglich das, was bei uns in der Tischlerei so landet. Ich hatte auch schon Engpässe, wo ich z.b. Hobelspäne als Polster nutzte, jedoch fällt in der Regel bei uns mehr an, als ich wieder loswerde. Plastik bleibt Plastik, aber was im Umlauf ist, sollte man weiter nutzen.

 

Allgemeines zum Thema Holz

Je nach umgebendem Klima nimmt Holz Feuchtigkeit aus der Luft auf, bzw gibt sie ab. Dabei verändert sich Form und Volumen des Holzes. Diesen Umstand nennt der Laie "arbeiten", der Profi Hygroskopie. Daher ergeben sich Spannungen innerhalb getrockneter Hölzer. 
Kleinere Risse, Farbänderungen im Laufe der Zeit sind spezifisch für den natürlichen Werkstoff Holz und kein Qualitätsmangel.

 

Fragen, Fragen, Fragen..

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